Geschichte der Edition Thunrhof

Begonnen hat alles 1975 mit der Gründung der Galerie Thurnhof durch Architekt Gehard Linder († 1989) und mir, Toni Kurz, in einem ehemaligen Kurzwarengeschäft in der Thurnhofgasse 22, die auch den Namen gibt. Bis Juni 1985 über 100 Ausstellungen österreichischer und internationaler Künstler. Auf der Suche nach neuen Räumen zwischenzeitlich Ausstellungen in Banken und Museen der Stadt Horn.

Ab April 1988 ist die Galerie Thurnhof Partner des neuen Horner Kunstvereines, mit neuen Räumen im Kunsthaus Horn – ehem. Piaristenkolleg – Wiener Straße 2, Erdgeschoss wo bis Dezember 2007 weitere 100 Ausstellungen gezeigt werden. Nach einer Pause, bedingt durch große Umbauten und die NÖ Landesausstellung im Kunsthaus, ab 2010 wieder Ausstellungen sowohl des Kunstvereines wie auch der Galerie Thurnhof, dann im 1. Stock des Kunsthauses.

1980 Kauf einer Druckmaschine Gestetner zur Herstellung von Einladungen, Plakaten, Katalogen. In der Galerie laufend Lesungen, Musik, Veranstaltungen, Kunstgespräche, Galeriefrühstück seit vierzig Jahren.

1983 entsteht auf der Gestetner Offsetdruckmaschine als erster Druck der EDITION THURNHOF ein „Skizzenblock“ mit Leo Zogmayer. In erst unregelmäßigen Abständen, bald mehr und mehr, entsteht weiteres.
1985 erster Gedichtband - J.W. Paul mit Offsetfarblithographien von N. Ch. Schröckenfuchs. Ab 1989 eine Katalogreihe der Galerie Thurnhof mit Offset(farb)lithographien zu jeder Ausstellung.
1991 „Kopfstücke“ – Text von Ernst Jandl zu Farboffsetlithographien von Ernst Skricka.
1993 „Ich schwarz – Ich weiß“ – Schachkassette von Regina Hadraba u.a.
1993 „Ansichten auf Aussichten“ – Gunter Damisch, 110 Seiten durchgehend Offsetfarblithographien.

1992 laden die Galerie und Edition Thurnhof und der Kunstverein Horn zur ersten BuchKunstBiennale nach Horn. Viele europäische Künstler folgen seither im Biennalerythmus der Einladung nach Horn, zeigen hier ihre Bücher und auch ihre Arbeitsweise in offenen Werkstätten. Dazwischen widmen sich mehr und mehr Ausstellungen dem Buch, der Buchgraphik, der Bibliophilie und Literatur.

1995 OXOHYPH – Start einer Reihe Literatur in Erstausgaben, limitiert, nummeriert, signiert, in einer Auflage von max. 400 Ex. zuzüglich Vorzugsausgaben mit Originalen und Autografen, jährlich bis zu 6 Bände, so wird diese Reihe 2018 über 100 Ausgaben vorlegen können. Viele davon jetzt schon Sammlerstücke.

Daneben entstehen kleine Bücher in der Reihe DinoT-Drucke, Graphikkassetten, Einblattdrucke, Gelegenheitsdrucke mit KünstlerInnen und AutorInnen.